Apistogramma

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Wichtigstes in Kurzform

Wasserwerte:

pH 5,5-7,5

Temperatur 25-30°C

Beckenaufbau:

min. Länge 60cm

reich strukturiert

Sand, Holz, Laub

Höhlen

Ancistomus sp. L387

Eine selten im Handel erhältliche Art. Hübsch gezeichnet, friedlich und nicht größer als L134 und somit auch für den Welsfan mit kleineren Becken geeignet. Die Ernährung ist unproblematisch und aufgrund der weiteren Haltungsansprüche kann die Art auch im Gesellschaftsaquarium gehalten Werden.



Anschaffung

Am 23.05.2008 erwarb ich eine Gruppe von 4-5cm großen Nachzuchttieren des Ancistomus sp. L387 im Welsladen in Chemnitz. Es ware ursprünglich 8 Tiere, doch auf dem AKZ-Jahrestreffen in Markersbach an diesem Wochenende hat mir ein Bekannter eines der Tiere abgeschwatzt. Während des Jahrestreffens schwammen die Tiere in einem provisorisch im Hotelzimmer aufgebautem 54L Aquarium.

Ancistomus sp. L387 pair


Haltung

Zurück vom Jahrestreffen bezogen die 7 Kleinen ein Aquarium mit 45x50cm Grundfläche und 30cm Höhe. Die Einrichtung dieses Aquariums besteht aus etwa 1cm Bodengrund aus sehr feinem gelblichem Quarzsand, Wurzeln, Pflanzen in Töpfen, Javafarn, etwas Javamoos, Laub und natürlich Tonröhren. Diese Beckeneinrichtung verwende ich für fast alle meine Aquarien, wo Zwergbuntbarsche schwimmen werden halbierte Kokosnüsse als Laichhöhlen angeboten.

Der pH-Wert in dem Becken liegt bei 6,0, der Leitwert ca. 60µS und die Temperatur zwischen 26 und 27°C. Die Fütterung der Tiere erfolgt abwechlsungsreich mit Futtertabletten für Harnischwelse verschiedener Hersteller, Frostfutter und auch Lebendfutter.

Die Tiere wuchsen gut heran und hatten im Februar teilweise die 7cm überschritten. Geschlechter waren nicht wirklich eindeutig auszumachen, wenige Tiere waren jedoch deutlich moppeliger als andere, was sich dann später als Laichansatz herausstellte.

Ancistomus sp. L387 male


Zucht

Eines Abends erblickte ich beim Füttern im Becken etwas rundes gelbliches auf dem Sand: ein Wels-Ei. Sollten die etwa ... ja sie hatten gelaicht, und eines der Männchen lag sehr hektisch wedelnd in seiner Höhle. Er wirkte sehr aufgeregt, ständig schwamm er etwas rückwärts aus der Röhre und dann wieder weiter hinein, immer begleitet von hektischem Wedeln. Schon ein paar Tage später lagen dann ein paar weitere offenbar befruchtete Eier vor der Höhle. Nicht sehr geschick.Trotzdem fächelte der fleissig weiter und nach 10 Tagen schüttelte ich dann Vater und samt Jungen aus der Höhle.

Ancistomus sp. L387 egg

Zu meiner Überraschun befanden sich Jungfische mit zwei verschiedenen Stadien der Entwicklung in der Röhre. Bei einigen war der Dottersack fast aufgebraucht, bei einigen noch deutlich zu sehen. Vermutlich hat das Männchen mit mehr als einem Weibchen gelaicht, wie es auch schon bei meinen L134 einmal der Fall war. Wo gerade der Begriff "L134" fällt: Die Eier der L387 und damit auch die geschlüpften Jungfische sind deutlich kleiner als bei den L134. Auch die Gelegegrößen scheinen kleiner zu sein, in der Höhle waren ca. 20 Jungfische aus vermutlich zwei Gelegen. Vielleicht ist dies aber auch nur der Jugend geschuldet und mit zunehmendem Alter steigt die Eizahl.

Ancistomus sp. L387 fry


Aufzucht

Die Aufzucht erfolgt bei mir analog zur Aufzucht der L134, d.h. Einhängekasten mit Luftheber dran und zusätzlichem Ausströmer mit ein paar Blättern als Deckung. Die Fütterung erfolgt mit sehr weichen Wels-Tabletten und frisch geschlüpften Artemia.