Apistogramma

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Wichtigstes in Kurzform

Wasserwerte:

pH 5,5-7,5

Temperatur 26-32°C

Beckenaufbau:

min. Länge 80cm

reich strukturiert

Sand, Holz, Laub

Höhlen

Peckoltia sp. L134

Der L134 zählt zu den attraktiveren Welsarten. Da er ausserdem friedlich ist, nicht zu groß wird und auch in der Ernährung keine besonderen Ansprüche stellt, ist er ein begehrter Aquarienfisch.



Haltung

Die Einrichtung eines Aquariums für L134 sollte reichlich strukturiert sein. Holz ist wie bei allen Harnischwelsen obligatorisch und sollte reichlich vorhanden sein. Einseitig offene röhrenförmige Höhlen, Eichen- und Buchenlaub sowie Sand als Bodengrund runden das Bild ab. Wer mag, kann Pflanzen und kalkfreie Steine in das Becken Becken einbringen, sie bringen eine weitere Strukturierung des Lebensraumes. Pflanzen werden sehr selten angeknabbert, zumindest nicht häufiger als beim braunen Antennenwels.

Peckoltia sp. L134 male

Das Wasser sollte weich sein, der pH zwischen 5,5 und 7,5 liegen und die Temperatur 26°C nicht unterschreiten. Auf eine ausreichende Pufferung des pH-Wertes ist unbedingt zu achten, da ein Unterschreiten von pH 5,2 mit sehr heftiger Atmung und danach folgendem Ableben quittiert wird.

Bei der Ernährung stellt der L134 keine besonderen Ansprüche, er ist ein Allesfresser. Welstabs und -chips, Frostfutter und - sofern für den Wels erreichbar - auch Lebendfutter wird gerne genommen.



Zucht

Zur Zucht sollte ein Becken mit nicht zu kleiner Grundfläche gewählt werden, dass mit einer Gruppe von Tieren beiderlei Geschlechts besetzt wird. Ich verwende ein Becken mit 92x60cm Grundfläche und 30cm Höhe, in dem 10 Tiere - 5 Männchen und 5 Weibchen - leben. Es ist ratsam die Tiere nicht nur zur Zucht, sondern dauerhaft in dem Becken zu pflegen. Bei mir hat es ein dreiviertel Jahr gedauert, bis diese Gruppe das erste Mal Nachwuchs hatte.

Bei abwechslungsreicher Fütterung, Temperaturen ab 27°C aufwärts und geeigneten Höhlen schreiten die Tiere zur Nachzucht. Meine Männchen bevorzugen dabei eindeutig Höhlen, die drinnen nicht glatt sind sondern eine sehr rauhe Oberfläche haben. Enge Röhren scheinen den Tieren mehr zuzusagen als weite. Bei einem pH-Wert um 6,0 sind nach meiner Erfahrung die Gelege am größten.

Peckoltia sp. L134 fry

Wie auf dem ersten Bild dieser Seite zu sehen wartet das Männchen in der Höhle auf den Besuch des Weibchens. Laichbereite Weibchen suchen das Männchen in seiner Höhle auf. Das Männchen lässt das Weibchen in die Höhle und verschließt anschließend den Eingang, in dem es ebenfalls wieder in die Höhle drängt. Dann folgen wedelnde und zitternde Bewegungen vom Männchen, mit denen es die Partnerin zur Eiablage stimuliert. Nach der Eiablage verläßt das Weibchen die Höhle, das Männchen befruchtet die Eier und bewacht sie anschließend. Durch starkes Wedeln sorgt er für eine ausreichende Sauerstoffzufuhr der Eier.

Nach ca. 14 Tagen (mehr oder weniger je nach Temperatur) sind die Jungen geschlüpft und der Dottersack ist aufgebraucht, die Kleinen verlassen die Höhle. Wenn weiterer Besatz in dem Becken dazu führen würde, dass die Jungen als Lebendfutter enden, können Vater mit Jungen auch kurz vor dem Freischwimmen herausgeschüttelt werden. Dazu nimmt man die Höhle aus dem Becken und hält sie mit der Öffnung nach unten über einen mit Aquarienwasser gefüllten Eimer. Nach einiger Zeit lässt das Männchen sich aus der Höhle fallen, meist kommen gleich ein paar Jungfische mit. Die weiteren Jungfische spült man aus der Höhle, in dem man sie immer wieder mit Wasser befüllt und in dem Eimer ausleert.



Aufzucht

Die Aufzucht erfolgt bei mir in stark belüfteten Einhängekästen. Die starke Belüftung ist sehr wichtig, da die Tiere in diesem Alter echte Sauerstoff-Junkies sind. Der Wasseraustausch in den Kästen erfolgt über seitlich angebrachte Luftheber, die das Wasser ständig gegen Wasser aus dem Aquarium tauschen. Als Futter gibt es lebende frisch geschlüpfte Artemia und kleine, möglichst weiche Welstabs. Zusätzlich kommen Eichenblätter als Versteckmöglichkeit und zum abraspeln in die Einhängekästen. Die Jungen wachsen anfangs sehr zügig, ab ca. 3cm wird das Wachstum dann deutlich langsamer.

Peckoltia sp. L134 fry


Mit zunehmender Größe benötigen die Jungen mehr Platz, in einem stark strukturierten Becken mit 80cm Kantenlänge ist - häufige Wasserwechsel vorausgesetzt - eine Aufzucht von 40 und mehr Tieren kein Problem. Es empfiehlt sich dann, viele Höhlen einzubauen. Mit ca. 5cm können die Tiere guten Gewissens abgegeben werden, sie sind dann robust genug für eine Änderung der Wasserwerte.

Peckoltia sp. L134 fry in stone