Apistogramma

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Apistogramma sp. "Schwarzkinn"

Sehr selten im Handel zu finden, und ein absoluter Schwarzwasserfisch.



Gestalt und Färbung

Die nahe Verwandtschaft zu A. cacatuoides ist unübersehbar, die Körperform ist nahezu identisch, auch entwickeln die Männchen die von A. cacatuoides bekannte ausgesprochen kräftige Kieferpartie. Die Färbung ist ansprechend, wenn es denn auch mal was anderes als „Rot“ sein darf. Die Männchen entwickeln einen stark ausgezogenen ersten Rückenflossenstrahl, dieser ist schwarz und bei einigen Tieren in der oberen Hälfte rot. Die Bauchpartie ist gelb-orange, der Kiemendeckel flächig türkis irisierend. Die Bauchflossen sind unterschiedlich, einige Männchen tragen orange, andere hellblaue Bauchflossen. Bei Tieren mit orangen Bauchflossen ist die gelbe Körperfärbung intensiver und der 1.Rückenflossenstrahl – teils auch der zweite – kräftig rot. Bei Tieren mit blauen Bauchflossen ist der irisierende Bereich ausgeprägter. Meine zwei Wildfangmännchen zeigten diesen Polychromatismus.

Schwarzkinn male


Zucht

Die Nachzucht gestaltet sich einfach, bei weichem saurem Wasser (pH < 6, LW < 50 uS) schritten die Tiere willig zur Nachzucht. Das dominante Männchen mit den orangen Bauchflossen beanspruchte beide Weibchen für sich, so dass ich dieses für die Nachzucht verwendete. Das Männchen beteiligte sich an der Brutpflege, aber nur beim ersten Wurf harmonisch mit dem Weibchen. Beim zweiten Wurf bekam das Männchen nach kurzer Zeit schwarze Bauchflossenvorderkanten und übernahm die Brutpflege komplett, inklusive Führung durch Flossensignale. Das Weibchen musste aus dem Becken entfernt werden, es wurde nicht weiter geduldet. Die Jungfische wachsen langsam, etwa wie A. borellii. Das Geschlechtsverhältnis war bei meinen bisherigen Nachzuchten immer sehr unausgewogen, bisher nur ca. 20% Männchen.

Schwarzkinn female


Nochmal Färbung

Bei den Nachzuchten zeigt sich der gleiche Polychromatismus wie bei den Wildfängen, es gibt Männchen mit blauen und Männchen mit orangen Bauchflossen. Die Färbung ist nicht intensiver als bei den Wildfängen, aber auch nicht blasser.